wenn ich...

Gott und die Welt, das Huhn und das Ei, DOS/Linux...

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kmw
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Beitrag von kmw »

In anderen Ländern gibt man den Menschen Sinn durch Glauben. Und Mißbraucht sie gleichzeitig damit.

Bei uns passiert da mehr oder weniger gar nix und man bürdet diese Verantwortung den Eltern auf. Und wenn die Versagen ist es ganz bestimmt nicht die Gesellschaft oder die Schule, behauptet man zumindest gerne.

Ich kann schon viele Stellen verstehen, wie es bei diesem Jungen zur Sinnlosigkeit und Sinnentleerung gekommen ist. Und daraus den Hass auf alle abzuleiten kann ich zumindest nachvollziehen.

Jeder Mensch muss auch mal was Positives erleben, für das es Sinn macht zu leben. Diesen Sinn gewinnt man weder durch Konsum noch durch Karriere.

Ein gutes Mittel ist, Kinder und junge Leute in die Welt zu schicken, das sie mal was anderes erleben, in anderen Ländern. Das geht gut durch Schüleraustausch über Partnerstädte, soziale Einrichtungen, Arbeiterwohlfahrt, CVJM uvm. wenn die Eltern das nicht anders bezahlen können.
So hab ich als Junge erleben können, das es auch noch was anderes gibt, als nur S.A.A.R.T. und das man sehr wohl seinen eigenen Weg gehen kann und das Leben äusserst lebenswert und sinnvoll findet.
Gruß kmw
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Bytehawk
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Beitrag von Bytehawk »

> man bürdet diese Verantwortung den Eltern auf
Äh... wer zum Geier, wenn nicht die Eltern, sollen denn bitte für die Blagen verantwortlich sein!?
Im Zeitalter der für jeden verfügbaren und bezahlbaren Verhütungsmittel ist es in 99% aller Fälle eine bewusste Entscheidung, ein Kind zu bekommen. Man kann sich also kaum mehr auf Gottes Wille berufen und dann hinterher nach der Verantwortlichkeit irgendwelcher staatlichen Organe schreiben, um eine billige Entschuldigung für eigene Unfähigkeit, Verantwortungslosigkeit und Egoismus zu bekommen.

Du meintest das vermutlich/hoffentlich nicht so. Aber was ich von so einer Einstellung halte, ist auch im progressivsten Medium nicht druckfähig.

Zum Erlebnisurlaub: Absolut wertvoll, birgt aber auch seine Risiken. Meine Ferienreise mit der Arbeiterwohlfahrt war mehr oder weniger ein Ausbildungslager für Pubertätsterroristen. Was ich da alles gelernt habe (und ich meine nicht das Erkennen einheimischer Baumarten oder die Schachregeln)... puh... :)
Heulen ist kein Argument.
Clowny Vicuna
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Beitrag von Clowny Vicuna »

also jetzt wirds richtig krank finde ich
edit
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Bytehawk
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Beitrag von Bytehawk »

Da die Bilder eh den ganzen Tag auf allen Sendern laufen, lösche ich die links mal nicht, aber überflüssig sind sie dennoch.
Was wolltest du uns damit sagen, Clowny?
Erinnert mich sehr an das Rumreichen von Prügelvideos in Schulen.
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Clowny Vicuna
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Beitrag von Clowny Vicuna »

klar überflüssig. passen ja auch in den diskussionsverlauf nicht wirklich rein. dann lösch doch bitte alles was nicht zum thema "ego-shooter" passt.

seit der abschiedsbrief gepostet wurde dachte ich, man könnte noch weitere einblicke in die psyche dieser person posten. denn 1+1 ist nicht 3 aber 1+1+x vielleicht schon eher. viele faktoren spielen eine rolle. neben den bösen computerspielen wohl auch diese vorliebe für waffen und rl kriegsspiele.
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kmw
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Beitrag von kmw »

Nur kurz:
Verantwortlich für ein Kind sind zuerst in erster Linie die Eltern.
Aber auch die Schule bzw. die Lehrer sind verantwortlich.
Das ganze wird eingerahmt von unserer ganzen Gesellschaft, die selbstverständlich verantwortlich ist für ihre Kinder.
Ich bin sehr sicher, das sich hier in unserer Gesellschaft viele sich dieser Verantwortung mehr oder weniger komplett entziehen.

Unser Staat zeigt nur wenig Anzeichen, sich verantwortlich für die Familien und für die Kinder zu zeigen. Ganz besonders bei den wirtschaftlich schwachen Eltern.
Zum Schluss bleiben die Eltern mit ihren Sorgen und Problemen alleine, sind hoffnunglos überfordert.

Natürlich ist auch das einzelne mitlerweile erwachsene Kind für sich selbst verantwortlich, aber das kann es nur sein, wenn es in eine Gesellschaft hineingewachsen ist, die sich kümmert. Und hier gibts bei uns ganz klare Defizite.
Gruß kmw
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Bytehawk
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Beitrag von Bytehawk »

Was soll das denn sein, diese "Gesellschaft"? Ihr wird immer wieder gern für alles die Schuld gegeben, an dem man nicht selbst Schuld sein will. Die Gesellschaft besteht aus dir, mir und einigen Millionen anderen dir's und mir's. Wir sind die Gesellschaft, geben wir ihr die Schuld, geben wir uns die Schuld. Bei einer Heirat entsteht nur juristisch etwas neues, die beiden Menschen bleiben die selben zwei Individuen. 80 Millionen Menschen bleiben 80 Millionen Menschen auch wenn man sie mit einem Begriff bezeichnet. Nennt man eine Ehe gescheitert, sind diese beiden gescheirtert. Nennt man die Gesellschaft kalt und anonym, nennt man sich selbst kalt und anonym.

"Die Gesellschaft ist Schuld" hat etwas geradezu religiöses - die Anrufung eines höheren, anonymen Wesens, ähnlich irrational wie ein Gebet. Ich halze es eher für eine Ausrede für eigenes Unvermögen. Vielleicht ist es ein Ergebnis unseres Wohlfahrtsstaates, dass man, wenn man gescheirt ist oder einfach keine Lust mehr hat, nach dem Staat ruft, der Gesellschaft die Schuld gibt. Wenn ich ein Kind zeuge, bin ich für es verantwortlich. Der Staat braucht Kinder (denn er betseht aus ihnen) und subventioniert sie daher, aber es ist mein job, sie zu versorgen und zu erziehen. Natürlich bin ich nicht allein dafür verantwortlich, was aus meinem Kind wird, denn darauf haben sehr viele Faktoren Einfluss. Schule, Freunde, Medien... alles mögliche. Aber auch das ist mein job, meinem Nachwuchs den Umgang damit zu erklären, ihn vieles probieren zu lassen aber rechtzeitig wieder einzufangen. So billig kommt man aus dieser Verantwortung nicht raus, wenn man sich zwanzig Jahre nicht um sein Gör schert, zu sagen, da hat dann eben die Gesellschaft versagt.
Heulen ist kein Argument.
kmw
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Beitrag von kmw »

Unser Staat gibt uns ein paar Rahmenbedingungen, aus denen wir, ob wir wollen oder nicht, nicht rauskönnen.

Solange wie ich mich diesen Regeln füge und dabei erfolgreich bin, habe ich wenig Probleme. Das ist ja das, was dieser gestörte junge Amokläufer anprangert.
Leben um zu Arbeiten, sich ausbeuten zu lassen, zu konsumieren und er findet das sinnlos. 60 Jahre lang nur Schule, Arbeit und dann zu sterben ohne irgendetwas sinnvolles im Leben erreicht zu haben. Wenn man auf der sozial schwachen Seite des Lebens steht kann so ein Leben ziemlich dumpf sein.

Jedes Kind könnte bei entsprechender Förderung sehr viel leisten und genau dort liegt die Verantwortung nicht mehr bei den Eltern sondern beim Staat.
Bei uns werden Familien mit Kindern massiv benachteiligt. Milliarden werden in alles mögliche investiert, aber nicht in die Zukunft unserer Kinder. Es gibt zwar Eliteunis und andere hochtrabenden Projekte, aber die normalen Menschen mit normal begabten oder weniger begabten Kinder haben da nichts davon.

Auch der Reichtum unserer Gesellschaft konzentriert sich auf ganz wenige, der Rest wird massiv ausgebeutet und benachteiligt. Und solche sozialen Mißstände werden ganz besonders bei Jugendlichen deutlich, die hier direkt betroffen sind und sich nicht dagegen wehren können.

Und selbst wenn _ICH_ daran etwas ändern will, und das will ich, kann ich doch alleine nichts dagegen machen. Da müssen schon ein paar mehr Menschen mitmachen.
Da ich viele Jahre in der Jugendarbeit aktiv tätig war, weiß ich sehr genau, das hier sehr viele Defizite vorhanden sind und der Einzelne kommt da einfach nicht heraus.
Gruß kmw
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