Rückkehr ins Reich der Elfen

Charakter-/Reisegeschichten, Gildenkriege usw. (Beiträge nur im RP-Stil!)

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Cherubim
Beiträge: 80
Registriert: 23 Dez 2003, 12:10
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Rückkehr ins Reich der Elfen

Beitrag von Cherubim »

Rhialdor drängelt seine Brüder: „Es ist Zeit, das Schiff wartet nicht ewig“.

Cherubim schreitet mit gesenktem Kopf vor das Stadttor:“ Ich kann gar nicht glauben, dass die 100 Jahre schon um sind.“

Rhialdor: „ Du kennst unseren Auftrag. Wir sollten 100 Jahre unter den Menschen leben und ihre Fertigkeiten lernen. Nun ist es unsere Aufgabe zurück zu kehren und dort zu berichten. Die Zukunft unseres Volkes steht auf dem Spiel.“

Dracon: „Aber kann nicht wenigstens einer von uns hier bleiben. Mir wurde angeboten in den Rat eines Magie-Circels zu kommen. Ich könnte doch bleiben und meine Kenntnisse über die Welt der menschlichen Magie zu perfektionieren.“

Rhialdor:“ NEIN, wir alle haben diese Aufgabe bekommen. Wir haben die Pflicht zurück zu gehen und dort unseren Brüdern und Schwestern die von uns erlernten Künste beizubringen. Hektor, wie siehst du das?“

Hektor: „Mir werden meine Freunde sicher fehlen“ Keiner der Anderen kann fassen, dass gerade Hektor von seinen Freunden spricht. Immerhin war er es, der die Aufgabe freiwillig übernommen hat in den Wäldern die großen und gefährlichen Harpy zu jagen, damit Rhialdor seine Fertigkeiten als Bogenschütze immer mehr verbessern konnte. Er war immer allein am jagen.

Cherubim schaut zu Rhialdor: „Wirst du die Menschen nicht vermissen?“

Rhialdor: „Oh doch, sehr sogar. Ich habe hier viele treue Freunde gefunden und du weißt wie sehr ich sie schätze. Aber es tröstet mich, dass unser Geist immer hier bei ihnen bleiben wird und wir sie so weiter unterstützen können. Du weißt doch was mit uns passiert, wenn wir durch den Nebel zurück zur Insel des Lebens durchqueren.“

Cherubim: „Ja, wir werden wieder unsterblich und wir bekommen wie früher wieder die Macht in unseren Gedanken durch die ganze Welt zu reisen, aber trotzdem wird mir hier einiges fehlen.“

Eine Träne läuft über Cherubims Gesicht und tropft auf den Boden. Plötzlich wird die Erde an dieser Stelle von grau zu einem saftigen braun. Es wächst Gras und es wächst eine rote Rose. Das alles innerhalb einer einzigen Minute.

Rhialdor legt seine Hand auf die Schulter von Cherubim und sagt: „Siehst du? Unsere Veränderung hat schon begonnen. Wir haben nicht mehr viel Zeit. Schon vor Wochen haben sich meine Ohren wieder in ihre spitze Form zurück gebildet.“

Cherubim fast sich an seine Ohren, die schon viel spitzer sind als die der Anderen. „Ja du hast Recht, es wird Zeit. Aber dennoch wird es mir fehlen durch die Wälder zu laufen und nur die besten Hölzer zu schlagen um meine meisterlichen Böger zu fertigen.“

Dracon: „Ja, mir wird es auch fehlen zusammen mir den anderen Magier zu trainieren und mich mit ihnen zu messen.“ Hektor: „Ob ich ein paar Harpy mit auf die Insel des Lebens nehmen darf um sie dort zu züchten?“ Hektor schmunzelt leicht.

Rhialdor: „Ja, mir wird es auch fehlen durch die Wälder zu schleichen und die gefährlichsten Monster zu beobachten und sie dann mit meinem Bogen zu erlegen. Ich muss ja zugeben, auch das Schleichtraining in Sunna selbst war immer sehr interessant. Ich habe es geliebt mich zu bewegen, ohne von jemandem gesehen zu werden. Ich habe damit so manchen Streich gespielt.“ Auch Rhialdor fängt nun an zu lächeln.

Dracon blättert in seinem Magierbuch herum und scheint etwas zu suchen. Nach einigen Minuten stille blickt er auf und sagt: „ Ja, es war wirklich schön hier, aber nun wird es Zeit“ , er blick zu Rhialdor, der plötzlich sehr hektisch wird, „Keine sorge Bruder, ich habe uns einen Spruch herausgesucht, der uns direkt zum geheimen Hafen teleportiert, aber nun wird es wirklich Zeit!“ Alle nicken zustimmend.
Dracon murmelt ein paar Mystische Worte. Plötzlich öffnet sich die Wolkendecke und ein Sonnenstrahl dringt genau über ihnen durch. Alles um sie herum wird plötzlich taghell. Die Stimme von Dracon wird immer lauter und lauter bis sie irgendwann wie ein donnern klingt. Es ist eine Sprache, die keiner der Anderen versteht. Die Erde fängt an zu beben. Die Tiere laufen weg. Und Plötzlich dringt ein großer Knall durch Sigena.

Ein paar Menschen die das ganze aus Entfernung völlig entsetzt beobachtet haben schauen nun wieder an die Stelle wo die Familie Humbold zuvor stand. Einer schaut zu den Anderen und sagte verdutzt: „Sie sind weg !?!“

(Ich leugne jegliche Parallelen :twisted: )
Nuclearix
Beiträge: 582
Registriert: 14 Mai 2004, 14:12

Beitrag von Nuclearix »

Schade, daß wieder einer der Lebenden zu den Göttern aufsteigt. Gut, daß es ein erfahrener, fähiger Mensch ist. Schade, daß es überhaupt notwendig ist, neue Götter zu berufen, da uns so viele bereits verlassen haben. Gut, daß die Familie Humbold trotz allem Sigena weiterhin dienlich sein kann.

Viel Erfolg, wir sehen uns!

Nuclearix
Catweatzle
Beiträge: 856
Registriert: 14 Apr 2004, 11:51
Wohnort: Buggingen

Beitrag von Catweatzle »

Abgehetzt kommt William durch das Tor gestürmt, im Schlepptau hat er eine so eben gefangene Harpy, die er seinem alten Weggefährten Hektor zum Abschied mitgeben wollte.

Er erblickt seinen getreuen Freund und dessen Brüder, wie sie ein Stück weiter weg zusammen stehen und sich unterhalten. William beginnt zu lächeln, weil er es doch noch rechtzeitig geschafft hat und sich von Hektor verabschieden kann.

Er hebt seine Arme und beginnt zu rufen, doch seine Rufe gehen durch die Worte von Dracon, die wie ein Donnergrollen an sein Ohr getragen werden, unter.

Durch einen hellen Sonnenstrahl, der durch die geöffnete Wolkendecke dringt ist William wie geblendet. Die Harpy zerrt an Ihrem Seil wie von Sinnen und versucht sich loszureisen. Kurz bevor William die 5 Brüder erreicht gibt es einen ohrenbetäubenden Knall. Vor Schreck bleibt William abrupt wie angewurzelt stehen.

Der grelle Sonnenstrahl ist verschwunden und mit Ihm die Humbolds. Betrübt senkt William sein Haupt. Nur eine einzige Armeslänge hat ihm gefehlt, doch genau um diese kam er zu spät. Als er den Boden betrachtete entdeckte er eine wunderschöne Rose, die an einem Ort gewachsen ist, an dem eigentlich gar nichts wachsen kann. In seinem Herzen spürte er einen stechenden Schmerz. Hektor, sein Schwertkollege ist gegangen und Willi konnte sich nicht verabschieden.

Als er wieder nach oben schaut, bemerkt er, dass die Wolkendecke noch immer nicht ganz geschlossen ist und der Sonnenstrahl ist auch noch nicht ganz verschwunden. Da beginnt Willi hektisch die Harpy vom Seil zu lösen und schreit laut heraus:

„So hört mich an, ihr Götter Sigenas, noch nie hab ich Euch um etwas gebeten, doch nun bitte ich um Eure Hilfe.

Schickt diese Harpy als Abschiedsgeschenk zu meinem Freund Hektor. Er soll wissen, dass hier jemand ist, der ihn nie vergisst und jederzeit sein Leben für ihn geben würde.“

Danach holt er aus und versetzt der Harpy einen schlag, doch anstatt dass sie ihn angreift, wie es für eine Harpy normal wäre, erhebt sie sich in die Lüfte und steigt immer höher. Zielstrebig fliegt sie in Richtung der sich schließenden Wolkendecke. Williams Augen folgen Ihr gebannt, kurz bevor die Wolkendecke sich schließt blitzt der Sonnenstrahl noch einmal kurz auf und im nächsten Moment ist die Wolkendecke geschlossen und die Harpy verschwunden.

Ein wohliges Gefühl erfüllt William, denn er weiß, dass die Götter ihn erhört haben und Hektor sein Abschiedsgeschenk bekommen wird. Er geht in die Knie und berührt sanft die Rose, er denkt nochmals an die Zeiten die er und Hektor zusammen verbracht haben, wie sie im Ring standen und von Pinela Erzano verkloppt wurden. Ein Lächeln legt sich bei den Gedanken auf sein Gesicht, er erhebt sich wieder und geht langsam in Richtung Heimat, zu seiner Elise.