Ein nächtlicher Auszug

Charakter-/Reisegeschichten, Gildenkriege usw. (Beiträge nur im RP-Stil!)

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nana
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Ein nächtlicher Auszug

Beitrag von nana »

Es ist spät in Sunna, der Himmel wolkenverhangen und der Mond
spendet kaum Licht. Das große eiserne Stadttor öffnet sich leise um
einer Gruppe von drei Reisenden den Weg hinaus aus der Stadt zu
ermöglichen. Die drei schleichen vorsichtig durch das Tor. Allen voran ein
Krieger, der jetzt kräftig ausschreitet. Ihm folgen zögerlich eine Frau
und ein Zauberlehrling.

Die Frau dreht sich nocheinmal um und das fahle Mondlicht beleuchtet
ihr Gesicht. Man erkennt Sirtana die Schmiedin, wie sie wehmütig
zurück blickt auf die dunklen Häuser der Stadt.

"Bleib nicht stehen Sirtana" ermahnt sie ihr Bruder Gualdam, "ich
weiss dass es nicht leicht ist für Dich". "Was weisst denn Du",
faucht sie ihn an, "Sunna, das war meine Heimat, mein Leben. Hier
habe ich gelernt und meinen Beruf ausgeübt. Viele meiner Kunden
haben sich zu Freunden entwickelt, ich schulde ihnen etwas, ich kann
mich nicht einfach so davon schleichen". "Aber Sirtana", Gualdam legt
eine Hand auf die Schulter seiner Schwester "wir haben das doch so
oft diskutiert. Wir haben alle drei beschlossen Sigena anders zu
dienen. Wir verlassen Sigena ja nicht wirklich." "Aber" eine Träne
rollt über die Wange der Schmiedin "ich habe so viele Freunde, ich
muss ihnen erklären was wir vorhaben. Das ist nicht so wie bei Dir.
Das Dich niemand vermisst ist mir klar. Naja, vielleicht die Heiler,
bei denen warst Du wohl am meisten". "Sirtana, jetzt wirst Du
ungerecht" mischt sich Scotus ein "Gualdam wohnt am längsten von uns
in Sunna. Auch er hat gute Freunde, die er so bald nicht wieder
sehen wird." "So bald?" ein Hoffnungschimmer huscht über Sirtanas Gesicht.
"Nun, nichts ist endgültig. Wir werden uns das Reich der Götter
erstmal in Ruhe anschauen. Sie werden uns anschauen und wir werden
sie anschauen. Sollten wir nicht mit ihnen zurechtkommen, so werden
wir zurückkehren. Aber du weisst genau, dass es nicht möglich ist
gleichzeitig bei den Göttern und in Sunna zu leben. Das geht nunmal
nicht und das ist auch gut so."
"Wohl wahr Scotus, aber ich muss es doch meinen Freunden erkären",
traurig sieht sie zu Scotus auf "ich kann nicht einfach verschwinden,
was werden sie von mir denken. Lasst uns noch eine Weile warten
bis ich mit allen gesprochen habe." "Nein" sagt Gualdam entschieden
"Du weisst genau, wenn Du mit jedem einzelnen sprichst wirst Du
Deinen Entschluss jedesmal wieder anzweifeln. Du wirst nicht weg
wollen. Wir haben doch alle zusammen beschlossen den Weg zu den
Göttern zu gehen, damit wir mehr für ein noch schöneres Sigena
tun können". Sirtana nickt bedächtig "Ja, aber es tut weh."

Langsam setzt dich die Gruppe wieder in Bewegung, Gualdam neben seiner
Schwester und dahinter Scotus der jetzt auch sehr nachdenklich wirkt.
Langsam und geräuschlos zückt er seinen Zauberstab und richtet ihn
auf seine Schwester. Etwas von einem Aufmunterungszauber murmelnd
spricht er magische Worte.

Sorgenvoll schaut Gualdam auf seine Schwester neben sich: "Na siehst
Du Sirtana, Du kannst ja schon wieder lächeln."

So verschwindet die kleine Gruppe in der Dunkelheit und den
Tiefen der Wälder Sigenas.
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Angorio
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Registriert: 02 Feb 2004, 14:11
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Beitrag von Angorio »

Lebt wohl Freunde, wir werden euch vermissen. Die Gebrüder Kali und Morinor wünschen euch auf eurer Reise zu den Göttern alles Gute.
Wenn es für Sigena das Beste ist, dann soll es so sein auch wenn der Abschied schmerzt.
Denkt immer daran, liebe Gefährten, nichts ist so, wie es scheint!
Gast

Beitrag von Gast »

*cry*
justitt
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Registriert: 04 Mär 2004, 23:42
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Beitrag von justitt »

Mit einem tiefen Seufzer vernimmt Apetra die Nachricht von Sirtanas Abschied. Mit Tränen in den Augen denkt Apetra in die Zeit ihrer Anfänge zurück als Sirtana mit Rat ihr beiseite Stand.
Apetra wird diesen Verlust betrauern. :cry:
Gehabt euch wohl und möget ihr drei eine gute Zeit im Reich der Götter haben!

Apetra wird sich anschicken eure Profession in ebsolcher Perfektion zu erlangen, doch das wird sicherlich noch ein langer, langer weg!
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kyreon
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Registriert: 22 Jan 2004, 10:39
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Beitrag von kyreon »

Ich sitze im Inn und wende mienen Blick nach aussen. Dort sehe ich drei Gestalten aus dem Tor schleichen und als sie an der Laterne vorbeikommen erkenne ich sie.
Eine tiefe Trauer macht sich in mir breit, denn ich weiss tief im innersten, dass ich sie wohl nie mehr im Reich der sterblichen Wesen werde erblicken koennen. An mir vorbei ziehen viele Szenen wie im Traum, welche mich an die schoene Zeit mit diesen erinnert.
Tief ist nun die Trauer und ich wende vor Trotz den Blick von der Scheibe. Dennoch weiss ich, dass es keinen Sinn haette nach draussen zu rennen und versuchen sie aufzuhalten, denn es wuerde den Abschied fuer sie nur noch erschweren. Mit geneigtem Haupt widme ich mich weiter meinen Plaenen. Ich wuensche euch viel GLueck und hoffe eurer goettlichen Gunst begegnen zu koennen.
Gehabt euch wohl.
Canor
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Registriert: 23 Dez 2003, 19:08
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Beitrag von Canor »

Die Pfeife im Mundwinkel und mit genießerischem Ausdruck auf dem Gesicht inspiziert Canor die neuesten Anschläge. Ein kurzes Stirnrunzeln hier, ein unterdrücktes Grinsen da... Aber was ist das? Canors Augen weiten sich und kurz danach kann man ein leises Grummeln tief aus seiner Kehle vernehmen. Mit einem ergebenen Schulterzucken murmelt er mehr zu sich selbst...

Was kann man da schon meckern? So ist das eben mit der Freude. Manchmal stellt sie sich nicht ein, auch wenn es objektiv sinnvoller erscheint sich zu freuen statt zu trauern.

Bedächtig zieht Canor an der Pfeife und bläst einen Rauchring in Richtung der hohen Decke. Schließlich holt er die schwarze Feder eines Raben und ein kleines Fässchen mit einer tiefdunkelroten Farbe heraus und schreibt einige wenige Worte hinzu.

So paradox dieser Wunsch auch ist, so hoffe ich, euch eines Tages wiederzusehen, werte Sirtana. Und auch euch Scotus, so ich euch auch nur in einigen Kämpfen sehen konnte. Vergesst nicht: Meist kehren die Aufgestiegenen irgendwann zurück...
Nichtsdestotrotz wünsche ich euch für die nähere Zukunft ebene Wege.

Hört auf die Melodie des Blutes,

gez. Canor Sanguis, Mitglied des consiliums
Besser gut gehängt als schlecht verheiratet. -Shakespeare
Canorium
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lumberjack
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Beitrag von lumberjack »

Chyna kommt ins Zimmer von Tralesh gerannt.

Chyna: Wach auf Tralesh. Sirtana und ihre Brüder sind unterwegs.

Tralesh: Lass sie doch. Ist doch nicht verboten, auch wenn es mitten in der Nacht ist.

Chyna: Nein Bruderherz. Irgendwas ist anders. Sie schlichen förmlich durch die Stadt. Und begeben sich Richtung Stadttor. Irgendwie habe ich ein komisches Gefühl.

Tralesh: Bist du dir sicher. Wenn ja, ahne ich böses.

Chyna: Was meinst du. Sprich deutliche Worte zu mir.

Tralesh: Nun ja. Es gab sehr dünne Gerüchte, daß sich die drei auf eine lange Reise gegeben werden. Eine Reise, die sehr ungewiss ist und wir nie wissen ob wir die drei jemals wieder sehen werden. Sie werden ihrer Bestimmung folgen und wohl einen Platz bei den Göttern einnehmen.

Chyna: Nein. Bitte nicht. Ich habe doch noch so viel zu lernen und gibt es eine bessere Lehrmeisterin wie Sirtana. Wir müssen sie aufhalten.

Tralesh: Vielleicht nicht, aber es ist ihre Bestimmung. Ausserdem sollten wir ihnen den Abschied nicht unnötig schwer machen. Wecke bit deine Schwester, wir haben noch einiges zu tun.

Tralesh wendet sich von Chyna ab und zieht sich seine Kleidung an.
Tralesh: Ach ja, nimm bitte deine Axt mit. Wir werden sie noch brauchen.

Chyna nickt nur und weckt ihre Schwester Candra. Dieses ist etwas verwirrt, doch wird von Chyna schnell beruhigt.

Wenig später befinden sich die drei auf den Strassen von Sunna.

Chyna: Trash, was hast du vor. Ich denke, wir sollen sie nicht aufhalten.

Tralesh: Nein, das können und werden wir auch nicht. Aber wir können ihnen den Weg nach Hause weisen. Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen. Aber vielleicht werden sie irgendwann mal Heimkehren. Und dann wollen wir ihnen die Heimkehr erleichtern.

Es dauert etwas, bis die drei das Tor erreicht haben. In weiter Ferne sind noch die Umrisse von drei Personen zu sehen.

Candra: Seht da hinten. Ich kann sie noch sehen.

Tralesh nickt nur und deutet auf einen nahegelegenen Baum. Kurz darauf fängt Chyna an, Holz zu hacken.
Nun machen sich Candra und Tralesh dran und stapeln das Holz zu einen grossen Haufen. Wenig später schnappt sich Tralesh einen Fackel und zündet den Haufen an. Langsam lodern die Flammen und nur kurze Zeit steht das ganze trockene Holz in Flammen.

Tralesh: Sirtana, Scotus und Gualdam. Ihr habt eine weite Reise vor euch. Doch wisset, ihr seid immer Willkommen. Ein Platz in Sunna ist immer für euch da. Solltet ihr Probleme oder sorgen haben, verzweifeln und einfach nicht mehr weiter wissen, dann richtet euren Blick gen Sunna. Denn dort werdet ihr dieses Feuer brenne sehen. Es wird euch den Weg nach Hause weisen oder euch einfach nur Mut und Hoffnung geben. Lebet wohl.

Chyna und Candra stehen neben ihren Bruder und winken den 3 Reisenden nach.